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Rezension von „Auf dem Gipfel wachsen Chinanudeln“

Dieses Kinderbuch durfte ich über Vorablesen wie der Name schon sagt vorab lesen und möchte es euch vorstellen, da ich es absolut weiterempfehlen kann!

„Auf dem Gipfel wachsen Chinanudeln“ vom Benjamin Tienti und Sebastian Kiefer, mit Illustrationen von Stephan Pricken ist der erste Teil einer Serie über den noch elfjährigen Elmo aus Neukölln, ein Detektiv, der nicht nur seinen Fällen auf der Spur ist, sondern auch seinem eigenem Leben. Wie auch das Leben, kann man den Inhalt nicht kurz zusammenfassen. Geht es um eine oder mehrere beginnende Freundschaften? Um die Trauer beim Verlust eines Familienangehörigen? Die Beziehung zwischen Mensch und Tier? Die Probleme innerhalb einer Familie? Oder um eine kaputte Ampel, die das Leben eines ganzen Stadtteils durcheinander bringt?
Alles beginnt in Elmos Zimmer, ein Ort, den er seit dem Unfalltod seines Bruders kaum mehr verlässt. Auch nicht, um seinem vorher geliebten Hobby, dem Detektivspielen, nachzugehen. Aber da tritt ein Hund namens Idefix in sein Leben und mit ihm sein Besitzer Birol, der einen Auftrag für Elmo hat. Seine Tochter zu finden. Zwar zieht er diesen Auftrag wieder zurück, aber Elmo ist bereits mittendrin in der Familiengeschichte und einem Onlinespiel, dessen Reiz er mehr und mehr zu würdigen weiß, auch wenn er es ganz anders spielt als alle anderen. Das Ende ist sehr offen und lässt viel Spielraum für weitere Bände.
Die Kapitel beginnen immer mit drei Stichpunkten und einem von 99 Tricks für den modernen Meisterdetektiv, das passt sich wunderbar in den Schreibstil an und gibt immer einen Einblick in das vor einem liegende Kapitel. Zusammen mit den tollen Illustrationen schafft sich so eine ganz eigene Leseatmosphäre, die es einem trotz vieler Nebenschauplätze leicht macht, dem Geschehen zu folgen.
Elmo ist eine großartige Hauptfigur, in dessen Handeln und Fühlen man sich leicht hineinfinden kann, sodass es immer spannend bleibt.
Das Cover und der Titel verweisen beide auf Chinanudeln, die in Elmos Leben eine wichtige Rolle spielen und sind jugendgerecht gestaltet. Meiner Ansicht nach ist das Buch zum Vorlesen ab acht Jahren und zum Selbstlesen ab zehn Jahren gut geeignet.
Im Allgemeinen bleibt zu sagen, dass das Buch gut geeignet ist, um verschiedene Themen mit Kindern zu besprechen und absolut empfehlenswert!