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Rezension: Im Reich der Geparde

Meine Tochter hat heute erzählt, dass Geparden seltener mit anderen Raubtieren kämpfen, da ihr kleineres Gebiss es schwierig macht, sich gegen diese durchzusetzen und das auch ein Grund dafür ist, dass sie tagsüber jagen, um beispielsweise Löwen aus dem Weg zu gehen. Woher sie das weiß?
Weil wir in einer Instagramleserunde von der Autorin Kira Gembri ihr neues Buch „Im Reich der Geparde“ lesen und dabei viel über Geparde lernen konnten.


Das Buch wurde im Loewe Verlag veröffentlicht und gehört zu der Reihe : Das geheime Leben der Tiere. Hier sind bereits Bücher für die Lebensräume Ozean, Wald, Dschungel und wie dieses, Savanne erschienen. Die Bücher erzählen jeweils nicht nur die spannende Geschichte eines Tieres, sondern präsentieren dabei sehr viele spannende Fakten, sodass die Kinder viel lernen, ohne, dass sie den Eindruck haben, dass sie es tun. Eine perfekte Mischung von Kinderbuch und Sachbuch.


„Im Reich der Geparde“ lernen wir die Jägerin kennen, die ihre drei Jungen aufzieht. Flaum und ihre beiden Brüder Tatze und Schatten wachsen in der Savanne auf, sie lernen zu jagen und vor allem den Weg der Geparde. Hierbei lernen wir viel über Geparde,aber auch über andere Tiere der Savanne und begleiten die drei Kleinen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden. Sie erleben viele spannende, aber doch realitätsnahe Abenteuer und wachsen an ihren Herausforderungen. Die Geschichte lässt uns vor allem an Schattens Gedanken teilhaben, die oft sehr in die Tiefe gehen und ungewöhnliche Fragen aufwerfen.

Wir erlebten mit den Geparden schöne, lustige, aber auch traurige Momente,  sehr besonders war für mich allerdings, dass das Buch meine Kinder dazu animierte, sehr viele Fragen zu stellen, beispielsweise mussten wir Honigdachse googeln und uns über diese unglaublich interessanten Tiere informieren, aber wir haben uns auch Videos zu fliegenden Geparden angesehen und ihren Körperbau studiert. Wie ihr auf dem Cover entdecken könnt, sieht eines der Jungen etwas anders aus. Das ist Schatten und meine Kinder waren sehr erstaunt, als sie im Buch erfahren haben, warum das so ist. War übrigens auch neu für mich. Die Kinder haben großes Interesse gezeigt und das wiederum hat mich sehr begeistert. Einen großen Anteil an dieser Begeisterung tragen auch die wundervollen Illustrationen von Jennifer Coulmann die so schön detailverliebt sind.


Zusammengefasst sind wir sehr begeistert von diesem Buch und der zauberhaften Autorin, sodass wir definitiv noch mehr Bücher dieser Art und über das geheime Leben der Tiere lesen werden. Vor allem kann ich es empfehlen, wenn ihr eine kleine Abwechslung vom Alltag braucht, aber der Realität nicht fern sein möchtet. Vielen Dank, dass wir Teil der Leserunde sein durften.

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Empfehlung zum Kindertag: Tierische Kinderdisco

#Rezension

Seit ich dieses neue Album von Volker Rosin zum Testen bekommen habe, läuft es im Auto auf und ab. Die Kinder lieben es. Und ich übertreibe absolut nicht, wir hören es jede Autofahrt, fast jeden Tag. Letzte Woche habe ich auf dem Weg zur Arbeit nicht zu meiner Musik umgeschaltet, sondern bin „Ich habe einen kleinen Papagei“ singend auf den Parkplatz gefahren und habe es geschafft, meine Klienten endgültig zu verwirren. Da uns das Album so sehr gefällt, möchte ich es euch als Geschenk zum Kindertag nächsten Samstag ans Herz legen. Vielleicht gibt es da sogar hier auf dem Blog eine kleine Überraschung. 🙂

Hand aufs Herz, wer kennt Volker Rosin nicht, den König der Kinderdisco, der seit so vielen Jahren Kinderlieder schreibt und präsentiert und es gibt kaum jemanden, der nicht mindestens ein Lied von ihm kennt. Auch aktuell ist er wieder mit Konzerten ins ganz Deutschland unterwegs, Kitas und Grundschulen singen seine Lieder und mit dem neuen Album „Tierische Kinderdisco“ hat er es geschafft, all seine bekannten Tierlieder auf einem Album unter zu bringen. Es animiert sofort zum Misingen, ohne dabei die Eltern in den Wahnsinn zu treiben, sondern im Gegenteil, auch wir singen mit und haben nette Ohrwürmer.

Auf dem Album befinden sich 25 Lieder, also tatsächlich alle Klassiker. Das Lieblingslied vom sechsjährigen Sohn ist „Das singende Känguru“, eine Neuafnahme im Duett mit Bürger Lars Dietrich, die wirklich modern und absolut mitsingenswert ist. Der Mann hat sehr oft einen Ohrwurm mit „Matze, die Katze“ und die Tochter hatte in der Schule „Die Maus auf Weltraumreise“ gelernt und singt dieses nun besonders intensiv mit. Ich bin ja schon ein ziemlicher Fan von „Der Gorilla mit der Sonnenbrille“ uh lala.

Es ist also alles dabei, damit Kinder viel Spaß haben und eine wunderbare Tierdisco feiern können. Vielen Dank, dass wir dieses tolle Album testen konnten, das wahrscheinlich nie wieder aus dem CD Laufwerk des Autos kommen wird.

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Kann und vor allem sollte man mit einem Zombie befreundet sein?

#Rezensionsexemplar

„Zozo Zombie“ von Yasunari Nagatoshi der erste Band eines Mangas über Zombies und erschien nun auf Deutsch im Carlsen Verlag. Er handelt von dem Zombie Zozo und dem Fünftklässler Isamu, der ihn entdeckt und danach sehr viele Besonderheiten von Zozo mitbekommt, zum Beispiel das Auswechseln von inneren Organen, wie genau Zombies sich entwickeln, dass ihnen Tomatensaft reicht und sie keine Menschen, sondern menschliche Kleidung essen müssen und sehr viele Arten, wie ein Zombie so sterben kann, um wieder aufzuerstehen.
Der Manga wird sehr typisch von hinten nach vorne und von links nach rechts gelesen. Er beinhaltet acht kurze Geschichten rund um Zozo und Isamu, die in sich jeweils abgeschlossen sind, außerdem sechs zombastische 4-Bilder-Mangas, die hier sehr gut ankamen und ein paar Extraillustrationen und ein Mitmal-Lied, das zeigt, wie man Zozo malen kann.
Uns hat Zozo sehr gut gefallen. Und tatsächlich ist er, durch die sehr bildliche Darstellung und auch Beschreibung von Körperteilen und Organen lehrreich und wir hatten viel Spaß dabei zu erfahren, wie Zozo es schafft, diese anderweitig zu nutzen oder sie auszudehnen.
Definitiv wird Zozo auch Lesemuffel begeistern mit kurzen Texten und den wirklich schönen Illustrationen, die klar auf den Humor von Kindern ungefähr im Alter von acht bis zwölf Jahren abzielen und wir freuen uns auf weitere Teile.

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Rezension zum Bildkartenset mit Eddie

Wir durften das Bildkartenset „Gefühle wahrnehmen, beschreiben und zuordnen mit Eddie“ von Antje Bohnstedt von Don Bosco Medien testen und waren positiv überrascht.

Gerade mit einem Kind mit Regulationsstörung ist es nicht immer einfach, die Gefühle einschätzen zu können. Diese Karten können da definitiv gut helfen, auch wenn die große Tochter nun etwas zu alt ist. Die Altersempfehlung ist vier bis acht Jahre und mein Sohn ist sechs und ich konnte sehr gut mit ihm und den Karten arbeiten.

Die 30 Bildkarten beinhalten 14 Gefühlekarten. Hier sieht man vorne Eddie, der gerade das Gefühl durchlebt, tatsächlich komplett passend mit Körperhaltung, Mimik und Gestik. Außerdem ist immer ein von Eddie gemaltes Bild mit drauf, das zeigt, wie er sich mit diesem Gefühl im Inneren fühlt. Schon mal die erste tolle Anregung, denn das können die Kinder super nachmachen und auch ihr Inneres zu dem jeweiligen Gefühl malen.

Auf der Rückseite der Karte findet man dann das Gefühl, eine Beschreibung von Eddie, wenn er es fühlt, eine Deutung von seinem Bild, Fragen, die man den Kindern stellen könnte und Hinweise zu den passenden Szenekarten und Fragen zu den Szenen. Vorgestellt werden die Gefühle Liebe, Schuld,  Stolz, Freude, Mut, Angst, Überraschung, Neid,Neugier, Scham, Wut, Zufriedenheit, Ekel und Trauer.

Außerdem beinhaltet das Set noch 14 Szenekarten. Hier ist jeweils auf der Vorder- und Rückseite eine Szene abgebildet. Beispielsweise bekommt Eddie ein Geschenk. Nun kann man mit den Kindern darüber reden, wie Eddie sich dabei fühlt, was er empfindet, welches Gefühl dazu passt und dementsprechend auch Gespräche aufbauen und ähnliche Situationen wiedergeben und besprechen.

Ich bin sehr begeistert von dem Set, da Eddie ein absolut sympathischer Charakter ist, die Situationen sehr gut und passend ausgewählt sind und es einfach Spaß macht, mit den Karten zu arbeiten. Auch schwierige Themen können gut angesprochen werden und so auch eher unangenehme Gefühle besprochen und normalisiert werden, sodass die Kinder lernen und verinnerlichen, dass es ganz normal ist, über Gefühle zu sprechen.

Als besonderes Extra war auch noch das Gefühle-Heft von Eddie mit dabei. Hier kann man direkt zu jedem einzelnen Gefühle arbeiten und eigene Gefühlsbilder entwickeln, aber auch den Gefühlen Farben zuordnen und ein Gefühlerad bauen. Das Buch ist für etwas ältere Kinder gedacht und hier konnte ich wiederum super mit meiner Tochter arbeiten, da sie es selbstständig bearbeiten konnte.

Zusammengefasst denke ich, dass die Bilderkarten perfekt für die pädagogische Arbeit im Kindergarten, Grundschule, Diagnostik und im Wohngruppenbereich in dieser Altersgruppe geeignet sind, das Heft auch noch sehr gut für etwas ältere Kinder. Meiner Ansicht nach, ist es elementar wichtig, dass Kinder ihre Gefühle benennen und einschätzen können, auch, was dabei in ihren Körpern passiert und wie man damit umgehen kann. Und genau das vermittelt ihnen Eddie.

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Rezension zu „Die Stadtgärtnerin „

„Die Stadtgärtnerin“ aus dem Ravensburger Verlag ist der erste Teil der neuen Reihe der bekannten Autorin Gina Meyer. Diese wühlt neben dem Schreiben von Büchern für alle Altersgruppen nämlich ganz gerne in der Erde, genau wie Lise, Tonis Mutter. Leider ist das in der Stadt nicht einfach realisierbar und als die beiden eine neue Wohnung finden, mit der es nur Probleme gibt, beschließt Tonis Mutter, dass sie lieber direkt aufs Land ziehen, obwohl beide es dort sehr langweilig finden.


Toni möchte alles dafür tun, dass sie in dem Mehrfamilienhaus bleiben können, indem viele verschiedene Menschen, aber eben auch Freunde von ihr wohnen. Trotz ihrer Unterschiede, setzen sich die Kinder begeistert dafür ein, aus dem alten Flachdach einen schönen Dachgarten zu machen. Aber spielen alle Hausbewohner mit oder macht ihnen gerade der Hund, der gar nicht wirklich Gurke heisst einen Strich durch die Rechnung? Und lässt sich Tonis Mutter ausgerechnet von einem Dachgarten zum Bleiben überzeugen?

Selten habe ich ein Buch gesehen, in dem vieles ganz selbstverständlich und entspannt dargestellt wird, ohne, dass es richtig großen Raum einnimmt und so die normale Diversität der Gesellschaft zeigt. Zum Beispiel sind Tonis Eltern Coparents, also Menschen, die nie ein Paar waren, sondern gemeinsam Eltern geworden sind, weil sie sich ein Kind gewünscht haben. So hat Toni nicht nur ihre Mutter, bei der sie lebt, sondern auch ihren Vater, der zusammen mit seinem Ehemann ein ebenso wichtiger Teil in ihrem Leben ist. Auch andere wirklich wichtige Themen werden angesprochen und bieten viel Gesprächspotential mit den Kinder, wie häusliche Gewalt, Leistungsdruck und Familienstreitigkeiten. Sanftere Themen werden angesprochen, wie Tierliebe, Freundschaft, Veränderungen, Geschlechterklischees, die erste Verliebtheit. Die Personen in diesem Buch sind wie in einem ganz normalen Mehrfamilienhaus mitten aus dem Leben gegriffen und zeigen viel Individualität: Wir lernen die immermüden frischgebackenen Eltern kennen, die überambitionierte Mutter, den Rentner, dessen Wohnung frei wird, weil er ins Seniorenheim zieht, die missmutige Frau mit Hund, die sich gerne beschwert, die junge Studenten-WG und noch viele mehr. Trotzdem hat es uns persönlich besonders Toni angetan, in deren Gedanken wir uns gut hineinversetzen können und die einfach eine sympathische Protagonistin ist.
Einzigartig hat „Die Stadtgärtnerin“ vor allem die tollen Tipps fürs Gärtnern gemacht, da waren wirklich schöne Ideen für Zuhause dabei und wir konnten einiges neues Wissen sammeln und tatsächlich schon umsetzen in unserem Hochbeet.

Bei der Buchmesse in Leipzig hatten wir die Möglichkeit eine musikalische Lesung mit Gina Meyer zu besuchen.  Hier konnten wir nicht nur lernen, wie unglaublich nett die Autorin ist, sondern auch, wie viel Spaß es macht, gemeinsam zu singen, auch wenn man die Lieder zu Beginn der Lesung noch gar nicht kannte. Durch die tollen Illustrationen von Daniela Kohl, die auch während der Lesung gezeigt wurden, konnte man die verschiedenen Charaktere noch intensiver kennenlernen und fühlt sich noch mehr in der Geschichte mitgenommen.


Der Untertitel des Buches „Lieber Gurken auf dem Dach, als Tomaten auf den Augen“ ist die perfekte Zusammenfassung dieser Rezension. Durch einen kleinen Stadtdachgarten lernt nicht nur Toni, sondern auch wir so viel Neues über ihre Nachbarn, über die Menschen, die so nah bei uns sind, aber über die wir so wenig wissen. Sich gegenseitig zu unterstützen, sich zu helfen, Spaß miteinander zu haben und neue Fähigkeiten zu entdecken,Mut zu haben, man selbst zu sein, es ist so viel mehr als nur ein Dachgarten, so viel mehr als nur ein Haus, so viel mehr als nur eine Geschichte.
Wir können es nur empfehlen.

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Rezension zu „Gig Gürtelmull machts anders“

Heute am internationalen Kinderbuchtag möchte ich euch „Gig Gürtelmull machts anders“ von Nicole Pirker vorstellen. Das Buch ist dieses Jahr beim Vermes-Verlag erschienen und besticht mit tollen Illustrationen von Clara Frühwirth.

In der Geschichte für Kinder ab vier Jahren geht es um Gig , der es im Gegensatz zu allen anderen Mitgliedern seiner Familie nicht schafft, seine Geschichten bei der Geschichtennacht den anderen Tieren zu erzählen. Er ist viel zu nervös, dabei hat er schöne Geschichten im Kopf. Von seinen Verwandten bekommt er ganz viele Tipps, die er auch ausprobiert, aber nichts passt so richtig zu ihm. Erst auf einer Geschichtennacht, bei der er aufgefordert wird vorzutragen, entdeckt er mit ein bisschen Musik und Hilfe, wie er es schaffen kann, den anderen Tieren seine Geschichten näher zu bringen, ohne vor Lampenfieber einzufrieren: Mit schönen Tänzen. Alle sind begeistert und Gig sehr stolz auf sich.

Wir haben das Buch mehrfach als Familie gelesen, dabei haben uns besonders die Bilder, aber auch die Reimform des Textes gefallen. So wurde die Geschichte noch eindrucksvoller dargestellt, außerdem waren die Kinder begeistert von Gigs buntem Fell.

Allerdings muss ich gestehen, dass wir nach dem ersten Lesen erstmal googeln mussten, was genau ein Gürtelmull ist, denn von diesem Tier hatten wir noch nie etwas gehört. Es ist eine sehr seltene Art des Gürteltiers aus Südamerika, vergleichsweise klein und lebt unterirdisch und sieht bis auf den pinken Streifen eigentlich genauso aus wie Gig auf dem Cover. Nicht nur aus diesem Grund empfanden wir das Buch als sehr lehrreich.

Die Kinder fanden Gig sehr einzigartig und waren angetan davon, dass er sich nicht hat entmutigen lassen, sondern wirklich viel ausprobiert hat, um seinen Traum zu verwirklichen. Manchmal muss man sich einfach durchprobieren. Und vielleicht dann etwas finden, dass für einen selbst perfekt ist. Das erfordert Mut, Ausdauer und die Liebe zu dem, was man tut. Diese Lektion ist eine der wichtigsten im Leben überhaupt, zumindestens meiner Ansicht nach.

Besonders gut fand ich, dass die Kinder nach dem Lesen es den Gürtelmulls gleich tun wollten und anfingen, sich Geschichten auszudenken und sich diese gegenseitig zu erzählen. Die große Tochter hat sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber Gig hat dem kleinen Sohn den Mut gebracht, es auch auszuprobieren.

Von daher kann ich Gig nur empfehlen, ich denke, dass er vor allem in Kitas und im Vorschulbereich gute Gesprächsansätze bilden und tolle Vorlesezeiten schaffen kann. Vielen Dank, dass wir dieses ehrlich schöne Vorlesebuch testen und vorstellen durften.

#Rezension #Werbung

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Rezension zu „Celebrity Crush“

#werbungdarezensionsexemplar

„Celebrity Crush“ ist der Auftakt einer Triologie von Kirsti Kristoffersen und diese Triologie verspricht gut zu werden.

Es geht um  Karoline mit K, 14 Jahre alt, die, anstatt die Sommerferien mit ihrer Freundin in einem coolen instatauglichem Ferienhaus zu verbringen, bei ihrer Oma auf dem Campingplatz bleiben muss, da ihre Eltern das Haus renovieren. Nach vielen negativen Gedanken, vor allem auch ob des absolut furchtbaren Internetempfangs, trifft Karoline sich auf Drängen ihrer Oma hin mit der gleichaltrigen Norah, die sich bestens auf dem Campingplatz auskennt. Zusammen erleben beide einiges, vor allem, als auch Mathias mit seiner Familie auf dem Campingplatz ankommt und die drei unzertrennlich werden. Allerdings ist dies für Karoline immer etwas schwer zu ertragen, da sie sich fast auf den ersten Blick in Mathias verliebt hat und sich fragt, ob es ihm auch so geht und ob Norah sich auch in ihn verliebt hat. Außerdem ist es sehr merkwürdig, dass Mathias einen Ferienjob in Oslo hat, bei dem er nur sehr unregelmäßig auftauchen muss.

Alles verändert sich, als plötzlich der Star Chrissy, Karolines nicht mehr ganz so heimlicher Celebrity Crush, auf dem Campingplatz auftaucht, mit Mathias Videos dreht und dieser sich in komische Ausreden verstrickt und Karoline plötzlich merkt, dass Celebritys auch nicht immer anziehend sind, wenn man sie persönlich kennenlernt, Mathias trotz des Geheimnisses aber schon.

Sommerferien, erste Liebe, heimliche Schwärmerei, Küsse, nackte Nachbarn, ein Campingplatz, gute Freunde und eine sehr coole Oma, was braucht man als Teenager mehr für den perfekten Sommerroman?

Ich würde nicht behaupten, dass dies ein unglaublich tiefgründiger Roman ist, aber das soll er gar nicht sein, denn er erzählt eine Geschichte mit einer plötzlichen Wendung, die es einen kaum erwarten lässt, dass der zweite und dritte Teil herauskommen, beide erscheinen in den nächsten Monaten und werden hoffentlich die offenen Fragen rund um Karoline und Mathias klären.


Die Autorin Kirsti Kristoffersen hat früher als Managerin für Kinder-und Jugendstars gearbeitet. Dass sie sich gut in diesem Genre auskennt, stellt sie mit diesem Debüt definitiv unter Beweis. Jugendliche fühlen sich in diesem Buch in ihrer Lebenswelt angenommen, das zeigt sich vor allem deutlich in der Thematisierung der Sozialen Medien, ihre Wirkung und unsere eigene Anpassung und im gewissen Maße auch Abhängigkeit von ihnen.


Im Allgemeinen kann ich dieses Buch für Jugendliche absolut empfehlen, vor allem, da es sehr leicht gemacht wird,  sich mit Karoline zu identifizieren und ihre Gefühle nachzuempfinden. Trotz des Twistes ist der größte Teil des Buches absolut realistisch und zeitgemäß und der Twist doch der heimliche Traum von Jedem, der schon mal einen Celebrity Crush hatte. Ich freue mich auf die nächsten Teile.

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Rezension zu „Oma Lotti und das verschwundene Kuchenrezept“

#Rezensionsexemplar

„Oma Lotti und das verschwundene Kucĥenrezept“ von Claudia und Adrian Skopal ist mal ein anderes Buch. Und das im positiven Sinne. Mit den Illustrationen von Marina Gröschel wurde ein wunderschönes Bilderbuch geschaffen, das eigentlich perfekt zum Vorlesen geeignet ist. Zumindestens wenn ihr bereit seid, am nächsten Tag zu backen.


Oma Lotti bekommt Besuch von ihren Enkelkindern und möchte dafür ihrem berühmten Schokolade-Mandarinen-Nuss-Kuchen backen. Nur leider findet sie das Rezept nicht, da ihr magisches Haus ein Eigenleben führt und gerne Dinge umräumt oder versteckt. Während der Suche erfahren wir viel über Oma Lotti, die anscheinend regelmäßig die ganze Welt bereist und da nicht nur viele Abenteuer erlebt, sondern auch vieles mit nach Hause bringt, unter anderem ein nur in Reimen sprechendes Nilpferd. Der Liebling meiner Kinder ist allerdings der Schlafekater und auch ich fühle mich diesem entspannten in den Tag hineinlebenden Wesen sehr verbunden.


Aber nicht nur der Schlafekater hat meinen Kindern gut gefallen, die Oma Lotti im Allgemeinen traf auf große Bewunderung und die vielen verschiedenen kleinen Zusatzinformationen in der Geschichte schafften wiederum ganz viele neue Gesprächsmöglichkeiten. Wirklich viele Fragen ergeben sich, zum Beispiel:

“ In welches Land möchtest du mal reisen?“, „Kann man den ganzen Tag nur reimen?“,       „Haben alle Dinosaurier Skelette?“              Oder „Was passiert wenn das magischen Haus böse auf einen ist?“
Für meinen gerade sehr nachfragendem Sohn war diese Geschichte ideal um die Insbettgehzeit sehr zu strecken, was aber vollkommen in Ordnung war. Nun muss Oma Lotti aber auch mit in den Kindergarten um heraus zu bekommen, wie seine Freunde die Fragen beantworten.

Die große Tochter, die übrigens ohne Probleme den größten Teil selbst vorgelesen hat, hatte allerdings nur einen Wunsch: Wir backen einen Schokolade-Mandarinen-Nuss-Kuchen, genau den Kuchen, dessen Rezept Oma Lotti so verzweifelt sucht. Dieses Rezept ist selbstverständlich geheim, denn wenn es jeder kennen würde, wäre es nur ein ganz normaler Schokokuchen, aber wenn ihr versprecht, das Rezept geheim zu halten, findet ihr es hinten im Buch, so einfach geschildert, dass die große Tochter es fast alleine hinbekommen hat. Nur das Hacken der Schokolade habe doch lieber ich übernommen, aber heraus kam ein wirklich sehr sehr leckerer und auch noch schneller Kuchen.

Zusammengefasst können wir dieses Nuch nur empfehlen,  vor allem für fantasievolle Kinder, denn die Geschichte ist sehr einzigartig. Mit Sicherheit auch ein schönes Ostergeschenk von einer vielleicht auch ein bisschen verrückten Großmutter? Auf jeden Fall hat das Autoren-Mutter-Sohn-Gespann etwas sehr schönes zusammen mit dem Vermes-Verlag geschaffen und für 16 Euro darf es auch bei euch einziehen.

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Rezension „Weil du mein wertvollstes Geschenk bist“

#werbungdarezensionsexemplar

Wir durften „Weil du mein wertvollstes Geschenk bist“ von Juliane dos Santos lesen, ein Buch über die Selbstliebe für Kinder. Das Buch enthält zunächst einmal eine Geschichte über Mia, die ihrer Mama etwas ganz Besonderes zum Geburtstag schenken möchte und sich dafür auch viel Mühe gibt, sie bastelt,  verkauft ihr altes Spielzeug um einen besonderen Regenschirm zu kaufen, aber schnell wird klar, dass sie und die Zeit, die sie als Familie zusammen verbringen das wertvollste Geschenk sind. Die Geschichte ist wunderschön, auch für Leseanfänger gut vorzulesen und die Illustrationen haben meine Kinder sehr begeistert.

Auch gibt es im Buch nach der Geschichte noch einige Extras: Positive Sprüche, eine Erklärung zur Selbstliebe, leere Seiten um selbst was schönes zu hinterlassen und einen QR Code mit dem man ein BLOB- Memory herunterladen, ausdrucken und basteln kann. Die Memorykarten greifen hierbei die tollen Illustrationen und Affirmationen aus dem Buch auf, ein wirklich sehr gut durchdachter Zusatz, der das Buch auf eine andere Ebene hebt. Mit jeder Seite, jedem Extra, aber insbesondere mit den persönlichen Worten der Autorin wird deutlich, wie wichtig ihr das Thema ist. Allein die Verpackung mit individuell gestaltetem Adressaufkleber, beigelegten Postkarte mit eigener Zeichnung und einem selbst gebastelten Lesezeichen machen dies deutlich. Nicht nur ist der Text und die Bilder von der Autorin Juliane Pereira dos Santos, ihr gehört auch der SeelenSchatz Verlag, der dieses Buch und auch bis jetzt ( das nächste kommt Ende März) vier Bücher rausgesucht hat.
Mein einziger tatsächlicher Kritikpunkt ist, dass mir einige Seiten einfach zu unübersichtlich sind, etwas, das meine Kinder überhaupt nicht gestört hat. Ansonsten kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der mit seinen Kindern eine kleine Kuscheleinheit für die Seele braucht und kann mir sehr gut vorstellen, dass es in Kindergärten und Grundschulen gut eingesetzt werden kann um Kindern ein positives Selbstbild zu vermitteln und natürlich Selbstliebe.

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Rezension „Neu in Berlin“

#Rezensionsexemplar

„Neu in Berlin“  von May Oakwood ist ein Jugendbuch, das uns mit der Protagonistin Charlie bekannt macht, die ein nicht ganz standartisiertes Leben führt. Charlie ist elf Jahre alt und passionierte Schlagzeugspielerin. Beim Spielen kann sie alle Probleme, Ängste und Sorgen vergessen, geht in der Musik auf und ist ganz sie selbst. Merkwürdig findet sie nur, dass andere Menschen sie deshalb für einen Jungen halten, spricht ja schließlich nichts dagegen, dass Mädchen Schlagzeug spielen.  Leider muss Charlie wegen einem Umzug von Hannover nach Berlin nicht nur ihre Freunde aufgeben, sondern auch ihren Schlagzeuglehrer. Berlin gestaltet sich außerdem sehr schwierig: Ihre Eltern streiten sich häufiger, die Zicken in der neuen Schule machen ihr das Leben schwer, nicht einmal Lust ihr Schlagzeug zu spielen hat Charlie mehr. Und dann passiert sehr viel.

Uns hat das Buch, bis auf das Ende tatsächlich, sehr gut gefallen. Die Familienkonstellation ist sehr interessant, mit einem französischen Vater, der sehr entspannt als Lebenskünstler gilt und einer karriereorientierten Mutter, die lieber mit Vornamen angesprochen werden möchte, wächst Charlie mit zwei sehr unterschiedlichen Lebensstilen auf und die Kluft zur Mutter wächst durch den Umzug, verbessert sich allerdings im Laufe des Buches. Vor allem, da deutlich wird, welches Elternteil tatsächlich auch Charlies Wohl mitbedenkt und im Notfall immer auf ihrer Seite steht und sie unterstützt. Mit vielen Schwierigkeiten, die während der Geschichte auftauchen können sich Kinder und Jugendliche identifizieren, Trennung der Eltern, Unverständnis, Mobbing, Probleme neu zu sein. Gut ist, dass Charlie trotz einiger Zweifel einen eher selbstbewussten Charakter hat, den ihr Hund ( der im Mittelpunkt einer Nebenstory steht, dir einfach mal eingeworfen wurde, was ziemlich überraschend kam) und ihre Oma in Friesland gut unterstützen. Gerade bei ihrer Oma kann sie runterkommen. Schade ist nur, dass Oma und auch ihr Paps mit ihr vieles besprechen, was Kinder in dem Alter nicht unbedingt hören sollten, aber das ist im wahren Leben leider oft auch so. Gerade da brilliert dann Anja, Charlies Mutter sehr, da diese alles sehr kindgerecht, aber dennoch ehrlich auf den Tisch bringt.

Das Cover ist schön, die Geschichte sehr gut zum Selbstlesen geeignet, aber auch zum gemeinsamen Lesen, da einige Fragen und auch Gesprächsthema aufkommen werden, die man gleich gemeinsam besprechen kann.