Ein halbes Jahr Babybärchen

Mein kleines Baby ist jetzt schon sechs Monate alt und unglaublich niedlich! In der Krippe fühlt er sich pudelwohl und auch so ist er ein richtiges Strahlekind. Er lacht jeden an und liebt es, mit Menschen in Kontakt zu treten, gerade mit Kindern. Hier seht ihr sein momentanes Lieblingsspielzeug:

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Das ist eine Spieldecke von Lamaze, ich habe sie gebraucht gekauft, ihr kennt ja meine Schwäche für das Spielzeug von Lamaze. So bunt, so multifunktional, so genial. Das Baby liegt gerne mit dem Bauch auf dem Marienkäfer und befühlt die verschiedenen Elemente der Decke, mal raschelt es, mal kann er sich selbst im Spiegel sehen, mal klingelt es. Am Anfang konnte er nur kurz so liegen, da das Köpfchen einfach noch zu schwer war, mittlerweile klappt das super und er schafft es auch schon, sich mit dem Käfer zu drehen, um so an die verschiedenen Elemente zu kommen. Das Bärchen sitzt dabei gerne neben ihm und feuert ihn an. Herzallerliebst. Das soll keine  Werbung sein, aber ich finde das Prinzip wirklich toll und kenne auch keine ähnliche Spieldecke.

Ja, körperlich hat das Babybärchen große Sprünge gemacht, er dreht sich hin und her, stützt sich auf seine Unterarm und versucht momentan sehr angestrengt zu krabbeln. Da er dabei den Po hoch nimmt und dann versucht sich mit dem Kopf auf dem Boden nach vorne zu stemmen, schafft er es noch nicht, aber das ist alles nur noch eine Frage der Zeit. Auch das Sitzen reizt ihn sehr, da er immer sehr interessiert an seiner Umwelt ist. An den Händen kann er sich schon gut hochziehen, aber einen Augenblick wird es mit dem Sitzen noch dauern.

Essen geht allerdings auch schon sehr gut ohne dabei selbst zu sitzen. Mittags mag er sehr gerne Brei, wir probieren schon allerlei Gemüse aus, dazu mag er aber lieber Kartoffeln als Nudeln. Auch Fleisch und Fisch durfte er schon probieren, alles kein Problem. Ähnlich unkompliziert hat der Übergang zum Abendbrei geklappt, hier mag er am liebsten den Griessbrei von Holle, den ich mit Muttermilch oder preMilch anrühre. Nach dem allerersten Löffel hiervon sah er mich an und sein Blick fragte:“ Warum krieg ich sowas Gutes erst jetzt?“ Er schlabbert ihn  regelrecht weg.

Dass er ein guter Esser ist, diese Rückmeldung bekomme ich auch aus der Krippe. Dort ist er an sich gut angekommen, allerdings ist es natürlich etwas anderes, ein gerade mal sechs Monate altes Baby zu betreuen. Er hat noch keinen festen Rhythmus und bekommt zum Beispiel Mittag, wenn die anderen Kinder schon schlafen, da er noch ein ausgiebiges Vormittagsnickerchen macht. Manchmal macht er dann in der Krippe keinen Mittagsschlaf und ich hole um halb drei Uhr ein kleines Baby ab, das sobald wir im Auto sitzen mindestens eine Stunde schläft. Dadurch kommt dann selbstverständlich unser ganzer Tagesablauf durcheinander. Das Babybärchen hat auch schon „Freunde“ in der Kita gefunden. Ich setzte Freunde bewusst in Anführungszeichen, da es eher so ist, dass die größeren Kinder (gerade die Mädchen im Alter des Bärchens und aus ihrer Gruppe) ihn einfach unglaublich süß finden und ganz gierig darauf sind, ihn anfassen und ihm etwas zeigen zu können. Die ein-und zweijährigen Kinder in seiner Gruppe zeigen kein großes Interesse an ihm. Alle kennen seinen Namen, aber ich denke, dass er sie oft stört, da das Babybärchen ja einfach noch nicht mitspielen kann, man in seiner Umgebung etwas Acht geben muss und er eine Erzieherin,  wenn er wach ist,  in Beschlag nimmt. Allerdings ist das natürlich auch eine tolle Übung für die kleinen Krippenkinder: Achtsamkeit, Rücksichtnahme, Miteinander, alles Dinge, die sie so ganz nebenbei lernen. Ein paar wenige Kleinkinder haben die Ruhe und die Lust Zeit mit meinem Baby zu verbringen: Letztens kam ich rein und wollte ihn abholen, da lag er zusammen mit einem knapp einjährigem Jungen auf einer großen Matte. Mein Baby drehte sich hin und her und der Junge klatschte dazu, beide freuten sich und strahlten sich an. Das sind die Momente, in denen ich mir sehr sicher bin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Habe ich jetzt überhaupt noch Zweifel an dem frühen Kitastart des Babys?

Ich würde diese Frage gerne mit einem klaren Nein beantworten, nur leider kann ich das nicht. Auch wenn ich sehe, wie wohl sich das Babybärchen in der Krippe fühlt, wie gut er angekommen ist und dass er glücklich ist, ein kleiner Teil von mir fragt sich, ob diese frühe Trennung von mir  später problematisch werden kann. Gibt es dazu Entwicklungen und Studien? Sind Kinder nicht aber eh viel zu individuell um hier eine allgemeine Antwort zu geben? Dazu kommt, dass ich ein paar harte Tage auf Arbeit hatte und da öfter drüber nachdachte, ob es das wert war. Vielleicht wäre es schön gewesen, noch ein oder zwei Monate zuhause zu bleiben und einfach nur Mama zu sein. Aber ich konnte es mir schlicht und ergreifend nicht leisten. Also weg mit den blöden Gedanken und ich freue mich einfach nur an meinem zufriedenem Baby.

 

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